Eggenberger in alter Stärke

Nachdem Fabian Eggenbergers Vormachtstellung bei den Slaloms ins Wanken geraten war, stellte der letztjährige Cupsieger bei den beiden Sprints im italienischen Varano wieder eine Klasse für sich dar. Die weiteren Podestplätze eroberten jeweils Christian Zimmermann und Sandro Fehr.

Der kleine Rundkurs in der Region Parma figurierte erstmals im Suzuki-Kalender, und zudem haben gewisse Piloten bisher darauf verzichtet, ihren Swift Sport mit den für Sprints und Bergrennen erforderlichen Sicherheitseinrichtungen auszurüsten. So erstaunte es nicht besonders, dass mit sieben Teilnehmern nur der harte Kern des Suzuki Grand Prix in Varano antrat.

Wer die doch recht weite Reise in den Süden unter die Räder genommen hatte, brauchte dies allerdings nicht zu bereuen. Sommerlich warme Temperaturen und die ausgezeichnete lokale Gastronomie sorgten dafür, dass bei den Teilnehmern Ferienstimmung aufkam. Am Samstagnachmittag verdeckten zwar allmählich dunkle Wolken die Sonne, das unvermeidliche Gewitter ging sich jedoch wenige Kilometer neben Varano nieder, und die Piste blieb stets trocken.

Der winklige Rundkurs war zwar seinerzeit in der Schweizer Rennszene nicht sonderlich beliebt, für einen Sprint mit seriennahen Autos eignet er sich indessen gut. Schäden sind höchstens zu befürchten, wenn man zu wild über die hohen Pistenbegrenzungen räubert, doch dies wurde durch den Tessiner Veranstalter bereits durch Androhung harter Strafen (Disqualifikation für den ganzen Lauf) wirkungsvoll unterbunden.

Mit vielen eher langsamen Kurven gilt die Piste fahrerisch nicht als sehr anspruchsvoll, dennoch besitzen natürlich Leute mit Rundstreckenerfahrung einen deutlichen Vorteil. So war es keineswegs überraschend, dass Routinier Fabien Eggenberger von Anfang an klar den Ton angab und die beiden Läufe auch mit deutlichem Vorsprung für sich entschied. Dahinter lieferten sich die Slalomspezialisten Christian Zimmermann – er musste in Varano ein weiteres Mal für das Team Flammer die Kohlen aus dem Feuer holen – sowie Sandro Fehr einen harten Kampf um Platz 2.

Im ersten Lauf hatte Zimmermann die Nase noch deutlich vorn, im zweiten Sprint wurde es hingegen ausgesprochen eng, obwohl Fehr nicht mit seinem eigenen Auto antrat. Da die Bremsen deutlich nachgelassen hatten und er die Beläge wechseln wollte, demontierte der Ostschweizer in der kurzen Pause die Vorderräder. Da stellte er mit Schrecken fest, dass die Hitze auch den Zangen stark zugesetzt hatte und der Swift nicht mehr einsatzfähig war. Eine Reparatur kam nicht in Frage, damit Fehr trotzdem fahren konnte, stellte ihm jedoch Eggenberger für die erste Hälfte des zweiten Sprints kurzerhand sein eigenes Auto zur Verfügung.

Der zweite Sieg war durch diese tolle Geste nicht in Gefahr, fuhr er doch bloss eine gute Zehntelsekunde langsamer. Fehr kam mit dem Leihwagen ausgezeichnet zurecht und war sogar deutlich schneller als mit dem eigenen Suzuki. Obwohl er den Rückstand auf den Flammer-Piloten auf winzige sieben Tausendstel reduzierte, blieb Fehr zwar Dritter, weil er den zweiten Sprint bestreiten durfte, ist sein Rückstand im Zwischenklassement nicht allzu stark angewachsen.

Senior Rolf Plattner glaubte zuerst, angesichts der hohen Temperaturen seien gebrauchte Reifen wohl die bessere Lösung. Sein Zeitverlust im ersten Lauf belehrte ihn allerdings eines Besseren, und als er für den zweiten Sprint neue Pneus montierte, schaffte auch er als Vierter noch eine Runde unter 1’28. Aus lauter Freude über seine vierte Position im ersten Lauf ging Hansueli Zahnd hingegen in der Folge allzu euphorisch ans Werk: „Ich wollte mich weiter steigern, fuhr aber zu aggressiv, und die Reifen begannen sogleich zu schmieren.“ Mukesh Jani und seine Tochter Reena bestritten mit dem gemeinsamen Swift je einen Sprint, wobei der Vater des bekannten Schweizer Langstrecken-Profis deutlich schneller war als seine Tochter und sich damit für seinen Niederlage am letzten Slalom revanchierte.

 

Resultate: Suzuki GP , Sprints in Varano (I)

1. Sprint: 1. Fabian Eggenberger (Zürich), 1’26,698; 2. Christian Zimmermann (Glarus), 1’27,337; 3. Sandro Fehr (Rorschacherberg), 1’27,646; 4. Hansueli Zahnd (Thun), 1’28,634; 5. Reena Jani (Plagne), 1’28,708; 6. Rolf Plattner (Münchenstein), 1’29,008; 9. Christian Lee (Eglisau), 1’30,801.

2. Sprint: 1. Eggenberger, 1’26,819; 2. Zimmermann, 1’27,120; 3. Fehr, 1’27,127; 4. Plattner, 1’27,867; 5. Muskesh Jani (Jens), 1’28,085; 6. Zahnd, 1’28,619; 7. Lee, 1’31,731.

 

 

Zwischenstand Suzuki GP nach 5 Läufen:

Stand nach 1 Lauf: 1. Eggenberger 108; 2. Team Flammer 100; 3. Fehr 94; 4. Waber 66; 5. Bleiker 60; 6. Niklaus und Zahnd je 54.

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